Prozess um Daniel S.: Kein Mord und kein Totschlag

Urteil im Februar erwartet

Verden – von Felix Gutschmidt. Im Prozess um den Tod von Daniel S. am Bahnhof Kirchweyhe wird es keine Verurteilung wegen Mordes oder Totschlags geben. Das Gericht kann dem Angeklagten einen Tötungsvorsatz nicht nachweisen.

 

Kein Vorsatz, kein Mord: Im Prozess um den Tod von Daniel S. hat der Vorsitzende Richter Joachim Grebe gestern am Landgericht Verden eine Verurteilung des Angeklagten Cihan A. wegen Mordes ausgeschlossen, weil dem 20-Jährigen eine Tötungsabsicht nicht nachzuweisen sei. Aus diesem Grund kommt für die Kammer auch Totschlag nicht infrage. Im Raum steht ein Verdikt wegen Körperverletzung mit Todesfolge nach Jugendstrafrecht, also eine Haftstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren. Erwachsene müssten mit wenigstens drei, höchstens 15 Jahren Freiheitsentzug rechnen. Die Kammer will noch im Februar das Urteil sprechen.

Grebe erörterte auf Antrag der Verteidigung zum Abschluss der Beweisaufnahme den Verfahrensstand. Das Gericht dürfe kein Urteil auf Grundlage von Mutmaßungen und Emotionen fällen. Es muss von der Schuld des Angeklagten überzeugt sein. Das trifft auf den von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwurf des Mordes offenbar nicht zu.

Auch nachdem mehr als 60 Zeugen gehört worden sind, bleibe offen, ob nur der Angeklagte Daniel S. in der Nacht des 10. März am Bahnhof Kirchweyhe (Landkreis Diepholz) angegriffen habe. „Vieles spricht für mehrere Täter“, sagte Grebe. Was die Tat selbst betrifft, lasse das Gutachten von Rechtsmedizinerin Ute Lockemann zwei Schlüsse zu: Dass ein Tritt in den Rücken eine Peitschenbewegung des Halses zur Folge hatte, wodurch Gefäße im Halsbereich gerissen seien, oder dass ein Tritt gegen den Hals Daniel S. die todbringende Verletzung beigebracht hat. Doch beide Verletzungsbilder – das Hämatom am Rücken war mit bloßem Auge noch nicht einmal zu erkennen – ließen nach Überzeugung der Kammer nicht auf den Tötungsvorsatz schließen, sondern auf den Vorsatz auf Körperverletzung. Daran jedoch „besteht kein Zweifel – auch in Kausalität mit dem Tod“, betonte Grebe.

Der von mehreren Zeugen im Vorfeld der Tat gehörte Ausspruch des Angeklagten „Einer wird diese Nacht nicht überleben“ ist für den Vorsitzenden Richter „eher Prahlerei“ als eine ernst zu nehmende Morddrohung.

Heute vernimmt das Gericht die beiden letzten von der Kammer geladenen Zeugen. Dann soll Birgit Schröder von der Jugendgerichtshilfe des Landkreises Diepholz ihre Einschätzung abgeben, ob nach Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht über den Angeklagten geurteilt werden soll. Sollten Staatsanwaltschaft und Verteidigung keine weiteren Beweisanträge stellen, könnten sie bereits am Donnerstag, 9. Februar, die Plädoyers halten.

Mörder ist, wer
-aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
-heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder
-um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,
einen Menschen tötet.

Das ein Richter Gesetze auslegen kann und die zu erwatende Strafe bei günstiger Prognose für den Täter mildern kann ist ok. Aber die Tötungsabsicht von Cihan A. oder das in Kauf nehmen das Daniel Sievert zu Tode kommt, schreit bei der Vorankündigung des zu erwartenen Urteils nach Willkür und somit zum Protest von allen die sich diese Art Urteile nicht mehr bieten  lassen.

Dieser Richter ist eine Gefahr für die öffentliche Ordnung, von wem er wohl seine Befehle erhält. Das ist Schandjustiz.

Frage: Wieviele Menschen hat dieser Richter durch seine Urteile wohl schon zu Intensivtätern gemacht.

Das kann man sich nicht mehr gefallen lassen!

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Veröffentlicht am 31. Januar 2014 in Projekt Geld verdienen imInternet! und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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