Geld / Sparpolitik

Geld / Sparpolitik

17. Mai 2013 von ki11erbee

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geld

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Man kann das System “Staat” durchaus mit dem System “Mensch” vergleichen.

In einem Menschen gibt es verschiedene Zellen, die jede eine andere Aufgabe erfüllen:

Darmzellen, die die Nährstoffe aus der Nahrung holen.

Lungenzellen, die den Sauerstoff aus der Luft holen.

Und natürlich noch andere, wie z.B. Muskelzellen, Nervenzellen, Knochenzellen, etc.

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Ebenso wie der Mensch nur durch spezialisierte Zellen funktionieren kann, braucht auch der Staat Spezialisten, die unsere Bedürfnisse erfüllen:

Ärzte, Handwerker, Bauern, Arbeiter, Lehrer, Forscher, etc.

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Wenn nun beide Systeme vergleichbar sind, so muss es auch für das Geld eine Entsprechung im Organismus geben.

Das Geld ist das Blut!

Die Gehirnzelle braucht Blut, damit der Sauerstoff aus der Lunge und die Nährstoffe aus dem Darm dorthin gelangen.

Man kann also sagen, daß erst das Blut den Austausch von Zell-Leistungen ermöglicht.

Ebenso ist es mit Geld.

Es ist egal, wieviel Früchte auf dem Feld wachsen, wieviel Brote ein Bäcker backen kann, wieviele Häuser ein Architekt bauen kann; wenn die Menschen kein Geld haben, werden die Früchte auf dem Feld verrotten, die Brote verschimmeln und der Architekt keine Aufträge bekommen.

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Genauso wie also die Menge an Blut der begrenzende Faktor für den Austausch innerhalb des Körpers ist, ist die zirkulierende Geldmenge der begrenzende Faktor für den Austausch von Waren/Dienstleistungen im Staat.

Nehmen wir als Beispiel einen Ort, in dem 1000 Lehrer wohnen, die jeweils 2000 € Gehalt pro Monat bekommen.

Sie kaufen sich Möbel, Blumen, Fleisch, gehen ins Kino, gehen ins Theater, gehen ins Restaurant, fahren in Urlaub, etc.

Das Geld also, was der Staat seinen Bediensteten gibt, gelangt in den Kreislauf und ermöglicht es, daß viele andere Menschen davon profitieren und Leistungen erbringen können.

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Nehmen wir nun an, der Staat “spart”. Der Schulkomplex wird geschlossen, die 1000 Lehrer werden arbeitslos und bekommen nun 380 € HartzIV.

Sie werden sich keine neuen Möbel kaufen, keine Blumen, weniger Fleisch, gehen nicht mehr ins Kino, nicht mehr ins Theater, nicht mehr ins Restaurant, fahren nicht mehr in Urlaub, etc.

Das Möbelgeschäft macht zu. Der Fleischer macht zu. Das Kino macht zu. Das Theater macht zu. Das Restaurant macht zu. Das Reisebüro macht zu.

Alles, was in dem Ort übrig bleibt, ist Aldi, Penny-Markt und kik.

Warum?

Haben die Tischler verlernt, wie man Möbel macht? Gibt es weniger Schweine als im Jahr zuvor? Gibt es keine Schauspieler mehr?

Nein, natürlich nicht. Es ist einfach zuwenig Geld im Kreislauf, als daß sie ihre Waren/Dienstleistungen noch verkaufen könnten, weil sich die Menschen auf das absolute Minimum beschränken müssen.

Darum geht ein einst blühender Ort, mit begabten und fleißigen Menschen, einfach kaputt und wird zum Ghetto.

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Es passiert im Grunde genau dasselbe, was in unserem Körper passiert, wenn man den Blutfluss zu einem bestimmten Gebiet verhindert:

Das Gebiet wird blass, kalt und zuletzt stirbt es ab.

Eigentlich war mit den Zellen dort alles in Ordnung, aber wenn man den Austausch von Substanzen verhindert, indem man nicht genügend Blut zur Verfügung stellt, gehen sie trotzdem zugrunde.

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Die Menge an umlaufendem Geld beeinflusst also DIREKT die Menge an Waren/Dienstleistungen, die ein Staat produzieren kann.

Denn wenn sich keiner mehr Fleisch leisten kann, wie soll dann ein Viehzüchter leben?

Wenn sich keiner eine teure Arznei leisten kann, wieso sollte die Firma sie dann noch herstellen?

etc.

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Die Situation, die wir in Deutschland haben, ist mit einem Menschen zu vergleichen, der ständig geschröpft wird und dessen Blutkreisläufe völlig falsch sind.

Schäuble zahlt 8600 Millionen in den ESM ein, doch davon haben wir nichts.

Kein einziger Cent dieses Geldes wird benutzt, um Bäcker zu bezahlen, um Arbeiter zu bezahlen, um Lehrer zu bezahlen; es landet bei Spekulanten.

Und während diese Nutznießer im Überfluss leben, haben wir eine groteske Situation:

Die Supermärkte schmeißen die Waren weg, während die Rentner im Müll nach Pfandflaschen suchen.

Wenn Schäuble schon 8600 Milliarden verwendet, wo wäre das Problem gewesen, diese ein wenig gleichmässiger an Arbeiter und Rentner zu verteilen, so daß diese sich die Waren kaufen könnten, die jetzt doch nur weggeschmissen werden?

Wenn ein Arbeiter/Rentner statt 600 nun 800 € bekäme, weil der Staat sein mickriges Gehalt aufstockt, so wird er diese 200 € konsumieren.

Indem er aber konsumiert, sichert er das Einkommen derjenigen Leute, die diese Produkte herstellen und mehr Leute können von ihrer Arbeit leben.

Wenn man jedoch bei Arbeitern kürzt, so können diese nicht mehr konsumieren und die Firmen werden Arbeiter entlassen/Kurzarbeit anordnen, weil sie nicht mehr Waren herstellen, als sie auch absetzen können.

Nochmal:

Die Menge an zirkulierendem Geld beeinflusst die Menge an zirkulierenden Waren/Dienstleistungen!

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Ich habe in meiner Lokalzeitung einen Artikel gelesen, in dem irgendein Arschloch aufgezählt hat, wo und wieviel denn das Land Sachsen-Anhalt “sparen” könne und ich liste hier mal seine Vorschläge auf:

Schulen 470 Mio

Verwaltung 457 Mio

Hochschulen 170 Mio

Uni-Kliniken 45 Mio

Polizei 108 Mio

Justiz 70 Mio

Kultur 72 Mio

Kirchen 19 Mio

Bauverwaltung 182 Mio

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Summe ca. 1500 Millionen Euro

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Das Arschloch meint, man müsse mindestens 70% dieser Einsparpotentiale ausnutzen, also etwa 1000 Millionen Euro.

1000 Millionen Euro, verniedlichend “eine Milliarde” genannt, aus dem Geldkreislauf eines Landes mit 2,2 Millionen Einwohnern zu entziehen, das ist Wahnsinn!

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Man kann eine ganz einfache Überschlags-Rechnung aufstellen:

Ein normaler Arbeiter verdient im Durchschnitt 1000 € pro Monat.

Macht im Jahr 12.000 €.

Das heißt, mit 1 Milliarde Euro, die “eingespart” werden sollen, kann man ein Jahr lang das Gehalt von etwa 83,300 Arbeitern bezahlen.

Umgekehrt bedeutet das natürlich, daß durch den Entzug von 1 Milliarde Euro aus dem Geldkreislauf etwa 83,300 Arbeitsplätze verloren gehen.

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Nehmt diese Zahl von 83,300 Arbeitsplätzen nicht zu genau; ich bin kein Prophet und sicherlich sind noch andere Variablen zu berücksichtigen.

Es ging mir hauptsächlich darum, die logische Kette mal mit einem konkreten Beispiel weiterzudenken.

1) Die Menge an umlaufendem Geld bestimmt die Menge an absetzbaren Gütern.

2) Die Menge an absetzbaren Gütern bestimmt die Menge an Arbeitsplätzen.

=> Wer also die Menge an umlaufendem Geld durch “Einsparungen” reduziert, der wird logischerweise Arbeitslosigkeit erschaffen.

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Man muss Geld entmystifizieren.

Geld dient in erster Linie dem Warenaustausch.

Wer die Geldmenge kontrolliert, der kontrolliert den Umfang des Warenaustauschs und die Menge produzierter Waren.

Man kann ein fruchtbares Land mit fleißigen, intelligenten Arbeitern zugrunde richten, indem man die Geldmenge reduziert.

Um die Geldmenge zu reduzieren, überweist man Steuergeld an Banken und sagt den Bürgern, man müsse leider sparen, weil das Volk zu lange über seine Verhältnisse gelebt habe!

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Wir haben Ingenieure, wir haben Bauern, wir haben Viehzüchter.

Doch die Ingenieure finden keinen Job, die Lebensmittel verfaulen bzw. werden nach Afrika verschifft, weil es in unserem Land viel zuwenig Geld gibt, um die verfügbaren Güter kaufen zu können!

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Wir haben eine massive Deflation im Volk, wo Waren produziert werden könnten, aber nicht werden, weil sie sich keiner leisten kann.

Wir haben eine massive Inflation bei den Aktienmärkten, wo Leistungen und potentielle Leistungen zu Zahlen werden, die sich hoch und runter bewegen.

Eine Milliarde an der Börse ist nichts.

Eine Milliarde im Volk ist ein Jahr Bezahlung für 83.000 Arbeiter.

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LG, killerbee

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PS

Denkt weiter!

Wieso hat der Staat die Erschaffung von Geld privatisiert?

(Wie sinnvoll wäre es, wenn unser Körper die Produktion von Blut auslagert?)

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Warum muss sich der Staat gegen Zinsen Geld leihen, statt es seinem Volk kostenfrei zur Verfügung zu stellen?

Und wieso darf die Bank überhaupt Zinsen für die Bereitstellung von Geld verlangen?

Ist das Zinssystem nicht an sich eine Perversion?

(Ich gebe dir 100 ml Blut, aber dafür will ich Waren im Gegenwert von 110 ml Blut!)

Im Grunde ist es doch so, daß die Banken durch die Bereitstellung von Geld auf einmal Anrechte auf Güter im Werte des von ihnen bereitgestellten Geldes erhalten!

Also bedeutet dies, daß die Privatisierung des Geldsystems letztendlich nichts weiter als legalisierten Raub an produzierten Gütern des Volkes darstellt.

Kennedy wollte die Gelderschaffung mit der Executive Order 11110 wieder verstaatlichen.

Kurz darauf war er tot.

Logisch.

Es steht soviel auf dem Spiel, daß die Bezahlung von ein paar Profikillern im Vergleich dazu Nichts ist.

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Veröffentlicht am 17. Mai 2013 in Projekt Geld verdienen imInternet! und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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